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2026-07-25 21:00:57 +00:00

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akteur — Index

  • AfD (Alternative für Deutschland) — Die Partei, deren Verfassungswidrigkeit im vorliegenden Gutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte geprüft wird.
  • AfD-Funktionär*innen — Offizielle Vertreterinnen und Vertreter der AfD, deren öffentliche Äußerungen und Verhalten auf eine Grundtendenz der Partei hindeuten können.
  • AfD Landesverband Sachsen-Anhalt — Die Landesorganisation der AfD in Sachsen-Anhalt, die die Einführung von Sonderklassen für Kinder von Schutzsuchenden und Schutzberechtigten forderte.
  • Alexander Gauland — Nationalkonservativer AfD-Politiker, der als Integrationsfigur über die innerparteilichen Lager hinweg Vertrauen genoss und eine Vermittlungsrolle einnahm.
  • Alice Weidel — Co-Vorsitzende der AfD, die sich durch strategisch opportunes Handeln in der innerparteilichen Radikalisierung hervorgetan hat und zur Kanzlerkandidatin für 2025 nominiert wurde.
  • Beatrix von Storch — Stellvertretende Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, die sich zu Themen wie Islamisierung und Ausbürgerung geäußert hat.
  • Bernd Lucke — Volkswirt und Mitgründer der AfD 2013, der die Partei in ihrer Gründungsphase wirtschaftsliberal und eurokritisch prägte, aber 2015 auf dem Essener Parteitag abgewählt wurde.
  • Björn Höcke — Björn Höcke ist der Vorsitzende des Landesverbandes Thüringen der AfD und wird im Gutachten mehrfach als Beispiel für rechtsstaatsfeindliche Äußerungen und Verwendung von Parolen mit nationalsozialistischem Anklang zitiert.
  • Bundesamt für Verfassungsschutz — Das Bundesamt für Verfassungsschutz ist die staatliche Institution, die über die Einstufung von Parteien als extremistische Bestrebung entscheidet und ein umfassendes Gutachten zur AfD vorgelegt hat.
  • Bundesverfassungsgericht — Das Bundesverfassungsgericht ist die zuständige Institution, die über Parteiverbote nach Art. 21 Abs. 2 GG entscheidet und dabei Maßstäbe für Verfassungswidrigkeit entwickelt hat.
  • Dennis Hohloch — Mitglied im Bundesvorstand der AfD, Landtagsabgeordneter und parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Fraktion Brandenburg.
  • Desiderius-Erasmus-Stiftung — Die parteinahe Stiftung der AfD zur politischen Bildung und Schulung, gegründet 2016 und als Ideenschmiede der Partei konzipiert.
  • Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) — Das internationale Gericht zur Überwachung der Einhaltung der Europäischen Menschenrechtskonvention, das bei Parteiverboten einen Verhältnismäßigkeitsmaßstab anwendet.
  • Frauke Petry — Mitgründerin und Parteivorsitzende der AfD ab 2015, die zunächst von Höcke unterstützt wurde, später aber eine Abgrenzung nach rechts außen versuchte und 2017 die Partei verließ.
  • Generation Deutschland (GD) — Die GD ist die im November 2025 gegründete Nachfolgeorganisation der aufgelösten JA, die als direkt in die AfD integrierte Jugendorganisation fungiert.
  • Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) — Zivilgesellschaftliche Initiative, die das Gutachten in Auftrag gab und durch private Spenden finanziert wurde.
  • Hannes Gnauck — Ein Bundesvorstandsmitglied der AfD, das aus der JA hervorgegangen ist und später als ehemaliger JA-Bundesfunktionär die Gründung der Generation Deutschland leitete.
  • Hans-Christoph Berndt — AfD-Fraktionsvorsitzender und Spitzenkandidat der Landtagswahl 2024 in Brandenburg, der ethnische Vielfalt als zerstörerisch charakterisierte.
  • Harald Laatsch — Berliner Abgeordneter der AfD, der mehrfach auf X Fotos und volle Namen von Richterinnen veröffentlichte und dabei politisch unerwünschte Urteile kritisierte.
  • Höcke-Lager — Die um Björn Höcke zentrierte Machtgruppe in der AfD, die im Thüringer Landesverband eine nahezu widerspruchsfreie Machtbasis errichtet hat und auf Bundesebene mittelbar wirkt.
  • Identitäre Bewegung (IB) — Extrem rechte Organisation, die auf der AfD-Unvereinbarkeitsliste seit 2015 gelistet ist und trotzdem vielfältige personelle Verflechtungen mit der AfD aufweist.
  • Identität und Demokratie (ID) — Europaparlamentarische Fraktion, der die AfD seit 2019 angehörte und die 2024 unter Federführung des Rassemblement National die AfD-Delegation ausschloss.
  • Jörg Meuthen — Ökonom und Co-Vorsitzender der AfD seit 2015, der versucht hatte, wirtschaftsliberale Kräfte in der Partei zu halten, aber zunehmend an Einfluss verlor.
  • Junge Alternative (JA) — Radikale Jugendorganisation der AfD, aus der mehrere aktuelle Führungspersonen ihre politische Sozialisation erhielten und die als Kaderschmiede für die heutige Parteiführung fungierte.
  • Markus Frohnmaier — Der stellvertretende Bundestagsfraktionsvorsitzende der AfD stammte aus den Reihen der JA und war als Bundesvorsitzender der JA aus dem radikalen Flügel hervorgegangen.
  • Maximilian Krah — AfD-Europaabgeordneter, dessen SS-relativierende Äußerungen 2024 zum Ausschluss der AfD-Delegation aus der ID-Fraktion führten und die Zusammenarbeit mit dem Rassemblement National beendeten.
  • Mitgliederbasis — Die Personengruppe der Parteimitglieder (bei der AfD aktuell ca. 70.000), die als Träger der Parteiorganisation fungiert und kontinuierliche politische Arbeit sowie Wahlkampfaktivitäten ermöglicht.
  • Münzenmaier-Netzwerk — Ein informelles Netzwerk um Sebastian Münzenmaier, das gegenwärtig die wichtigste Machtstruktur in der AfD darstellt und durch Koordination und Kontrolle von Kandidatenlisten wirkt.
  • Ostdeutsche Landesverbände — Regional organisierte Parteigliederungen (besonders Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen), die in den Führungsgremien überrepräsentiert sind und durch völkisch-nationalistische Kräfte geprägt werden.
  • Rassemblement National (RN) — Französische Rechtsaußenpartei, die mit der AfD in mehreren europäischen Fraktionen zusammengearbeitet hat und deren Marine Le Pen den Ausschluss der AfD aus der ID-Fraktion 2024 initiierte.
  • Sebastian Münzenmaier — Stellvertretender Fraktionsvorsitzender und ehemaliger Junge-Alternative-Vorsitzender in Rheinland-Pfalz, der ein informelles Netzwerk mit Einfluss in der AfD führt.
  • Stephan Brandner — Stellvertretender Bundessprecher der AfD, der Verfassungsgerichte als von Regierungsinteressen beeinflusst dargestellt hat.
  • Tino Chrupalla — Seit 2019 Bundessprecher der AfD, der als Handwerker ohne akademischen Hintergrund die ostdeutschen Landesverbände repräsentiert und vom völkisch-nationalistischen Flügel akzeptiert wird.
  • Völkisch-nationalistischer Flügel ("Der Flügel") — Eine innerparteiliche Strömung um Björn Höcke, die von völkisch geprägter Grundhaltung dominiert wird und sich ab 2015 als organisierte Kraft formierte, später als rechtsextremistische Bestrebung vom Verfassungsschutz eingestuft wurde.
  • Wirtschaftsliberaler Flügel — Die von Bernd Lucke geprägte Strömung der AfD in ihrer Gründungsphase, die die Partei primär durch Eurokritik und wirtschaftsliberale Positionen definierte und als vergleichsweise moderat galt.